Wir beraten Sie sowohl bei der Auswahl der passenden Wildkamera als auch zu geplanten Jagdveranstaltungen. Ob Reviergegebenheiten, Distanzen, Einsatzbereiche oder organisatorische Fragen rund um die Jagd, wir unterstützen Sie praxisnah und zielgerichtet.

Nachtsicht ist eines der wichtigsten Merkmale einer Wildkamera. Dennoch wird ein entscheidender Punkt oft unterschätzt: die Wellenlänge der Infrarot-LEDs. Der Unterschied zwischen 850 nm und 940 nm ist nicht nur technisch, sondern hat direkte Auswirkungen auf Tarnung, Sicherheit und Einsatzmöglichkeiten im Revier.
Dieser Beitrag erklärt praxisnah, worin die Unterschiede liegen und warum unsichtbare IR-LEDs für viele Anwendungen die bessere Wahl sind.
Wildkameras nutzen Infrarotlicht, um auch bei völliger Dunkelheit Bilder oder Videos aufzunehmen. Dieses Licht ist für das menschliche Auge nur eingeschränkt oder gar nicht sichtbar, je nach Wellenlänge.
Die beiden gängigsten Varianten sind:
• 850 nm IR
• 940 nm IR (Black IR)
Beide erfüllen ihren Zweck, unterscheiden sich jedoch deutlich in der Praxis.
850-nm-LEDs erzeugen ein leicht sichtbares rotes Glimmen, das bei Dunkelheit deutlich erkennbar ist. Technisch bieten sie oft eine etwas höhere Reichweite und hellere Nachtaufnahmen.
In der Praxis bedeutet das:
• gute Ausleuchtung bei Nacht
• oft etwas hellere Bilder
• sichtbares rotes Licht im Dunkeln
Dieses Glimmen kann jedoch problematisch sein, insbesondere in sensiblen Bereichen.
940-nm-LEDs arbeiten im sogenannten Black-IR-Bereich. Das ausgestrahlte Licht ist für Mensch und Tier nicht sichtbar. Die Kamera bleibt auch bei Nacht vollständig unauffällig.
Vorteile von 940 nm IR:
• keine sichtbaren LEDs
• deutlich geringeres Diebstahlrisiko
• weniger Störung von Wild
• ideal für stark frequentierte Reviere
Moderne Sensoren gleichen die geringere Lichtmenge technisch aus, sodass die Bildqualität in der Praxis sehr gut bleibt.
Wild reagiert sensibel auf Licht, Geräusche und Veränderungen im Revier. Sichtbares IR-Glimmen kann dazu führen, dass Tiere Kameras wahrnehmen, meiden oder ihr Verhalten ändern.
Unsichtbares IR:
• reduziert Störungen
• ermöglicht natürlichere Aufnahmen
• eignet sich für langfristige Beobachtung
Gerade bei scheuem Wild ist dieser Vorteil deutlich spürbar.
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Sicherheit der Kamera selbst. Sichtbare IR-LEDs machen den Standort einer Kamera nachts aus großer Entfernung erkennbar.
940 nm IR bietet hier klare Vorteile:
• Kamera bleibt unsichtbar
• geringere Entdeckungsgefahr
• besserer Schutz in Kombination mit Metallboxen
In öffentlich zugänglichen oder stark frequentierten Gebieten ist dies ein entscheidendes Argument.
Frühere Generationen von 940-nm-Kameras hatten oft eine geringere Reichweite. Moderne Modelle haben diesen Nachteil weitgehend ausgeglichen.
Wichtig ist:
• hochwertiger Sensor
• gute Optik
• sinnvolle Platzierung der Kamera
Dann liefert auch 940 nm IR zuverlässige Ergebnisse.
Die Wahl hängt vom Einsatzgebiet ab:
850 nm IR eignet sich, wenn:
• maximale Reichweite Priorität hat
• das Revier abgelegen ist
• Diebstahl kein Thema ist
940 nm IR eignet sich, wenn:
• Tarnung wichtig ist
• die Kamera langfristig installiert wird
• Sicherheit und Unauffälligkeit im Vordergrund stehen
Unsichtbare 940-nm-IR-LEDs bieten klare Vorteile für moderne Wildbeobachtung. Sie erhöhen die Sicherheit, reduzieren Störungen und liefern zuverlässige Nachtaufnahmen. Für viele Reviere ist diese Technologie heute die sinnvollere Wahl.
Sind 940-nm-Kameras schlechter bei Nacht?
Nein. Moderne Sensoren liefern auch bei 940 nm klare und detailreiche Bilder.
Warum sind 850-nm-LEDs sichtbar?
Die Wellenlänge liegt näher am sichtbaren Bereich, wodurch ein rotes Glimmen entsteht.
Welche IR-Technologie ist besser für Diebstahlschutz?
940 nm IR, da die Kamera nachts nicht sichtbar ist.
Reagiert Wild auf IR-Licht?
Sichtbares IR kann wahrgenommen werden. Unsichtbares IR minimiert dieses Risiko.
